Unsere Vereinsgeschichte
Wir wurden im Jahre 1921 gegründet und sind mittlerweile über 100 Jahre alt.
Die Zeiten waren nicht immer so gut wie heute, aber gemeinsames Musizieren hat schon immer begeistert.
Lesen und schauen Sie, wie wir uns in den letzten 100 Jahren verändert haben. Es geht los im Jahre 1921.

Die Musikkapelle Vilchband e.V. wurde im Inflationsjahr 1921 gegründet. Der Landwirt Michael Baumeister war maßgeblich an der Gründung beteiligt, da er einen Raum über seinen Pferdestall für Proben und Besprechungen zur Verfügung stellte. Die Musiker mussten ihre Instrumente selber kaufen und so bezahlte z.B. Anton Maag für sein Waldhorn 200.000 DM. Ein Musiklehrer Mangold aus Würzburg erteilte den ersten Unterricht.
Hierfür wurde er in Naturalien entlohnt. Die Schüler brachten zu den Proben immer einen Sack Brennholz gehackt und brennfertig mit. War eine Fuhre mit dem Leiterwagen voll, wurde diese von Michael Baumeister und seinem Sohn Edmund mit Pferden zum Musiklehrer nach Würzburg gefahren.
Als die Kapelle mit den Blechblasinstrumenten einigermaßen spielen konnte, wurden einige auch auf Streichinstrumente ausgebildet. So erlernte Edmund Baumeister die 1. Geige, Michael Weber die 2. Geige und Heinrich Lutz die Baßgeige.
Man spielte auf Festen in allen Ortschaften um Vilchband zum Tanz auf und umrahmte die kirchlichen Hochfeste. Ein besonderer Auftritt hatte man bei der Einweihung des Wasserturms in Krensheim. Als einige Musiker wegzogen, weil sie Berufe erlernten oder heirateten, konnte die Kapelle nur noch kirchliche Auftritte wahrnehmen.

Im Jahr 1932 formierte sich wieder ein neuer Klangkörper. Von der alten Formation spielte nur noch Anton Maag weiter. Der Proberaum war weiterhin ein Raum über dem Pferdestall von Michael Baumeister. Als Musiklehrer konnte Julius Böhme (Militärmusiker 1914 – 1918) gewonnen werden. Er wohnte unter dem Dach der Gastwirtschaft „Jägerhaus Grünsfeld“ und fuhr bei jedem Wetter mit dem Fahrrad nach Vilchband. Die Bezahlung erfolgte erst in Naturalien und später in Geld.
Folgende aktiven Musiker spielten 1932 in der Musikkapelle Vilchband:
- Alois Baumeister Klarinette
- Hans Baumeister Tenorhorn
- Anton Maag Tenorhorn
- Ludwig Derr Trompete
- Alois Derr Waldhorn
- Franz Klingert Trompete
- Alois May Bass
- Eduard Schmitt Es-Horn
- Emil Zimmermann Posaune
- Johann Engert große Trommel
- Alois Maag Trompete
- Willi Deißler Es-Horn
Alle Musiker trugen bei öffentlichen Auftritten helle Hosen, blaue Jacken und grüne Jägerhüte mit Gamsbärten. Diese Musikkapelle hatte einen guten Leistungsstand. Sie feierte 1935 ein gelungenes Musikfest im Garten von Ludwig Maag, welches drei Tage dauerte.
Auch in den umliegenden Dörfern um Vilchband herum spielte die Kapelle zu jeder Feier auf. Zu erwähnen wäre die Eröffnung der Gaststätte „Deutsches Haus“ in Messelhausen (ehemalige Synagoge).
In guter Erinnerung waren die drei tollen Tage (Fasching) in der Gaststätte Hemm in Gaubütteibrunn, sowie die zwei Tage bei Mark in Bernsfelden. Die Anfahrt erfolgte mit der Pferdekutsche von Anton Maag, welcher als Entgelt fünf Reichsmark erhielt. Auch die Teilnahme an einem Musikwettstreit 1936 in Tauberbischofsheim war ein Meisterstück der 12 Mann starken Kapelle. Hierbei erreichte man in der Mittelstufe den 2. Preis.
Das letzte große Ereignis war für die Kapelle die 1100-Jahr-Feier im Jahre 1937.
Als 1939 der Krieg ausbrach und viele dieser jungen Männer eingezogen wurden, war ein Musizieren nicht mehr möglich. Das vorhandene Notenmaterial und die Instrumente, welche zum größten Teil der Kapelle gehörten, wurden im Proberaum aufbewahrt. Am Ende des Krieges, an Ostern 1945 bei einem Angriff der Amerikaner auf Vilchband, wurde auch der Proberaum getroffen und das gesamte Notenmaterial sowie die Instrumente wurden ein Raub der Flammen.

Nach dem 2. Weltkrieg, im Jahre 1949, trafen sich einige beherzte Männer, um in Vilchband wieder eine Kapelle auf die Beine zu stellen. In der neuformierten Kapelle waren nur noch drei Musikkameraden aus der Vorkriegszeit dabei, nämlich Alois Baumeister, Alois May und Johann Engert.
Die Wiedergründungsmitglieder waren:
- Alois Baumeister B-Klarinette
- Oskar Endres Trompete
- Alois May Bass
- Kilian Endres Es-Horn
- Leo Weber Trompete
- Willi Zorn Trompete
- Erwin Marquart Trompete
- Theo Schlör B-Klarinette
- Alois Rupp Es-Klarinette
- Josef Zipf Trompete
- Gottfried Ziegler Tenorhorn
- Johann Englert große Trommel
Wie jeder Neubeginn war auch dieser sehr schwer. Der Krieg hatte den größten Teil der Noten und Instrumente, das Grundkapital jeder Kapelle, das vor dem Krieg vorhanden gewesen war, vernichtet. Doch diese Probleme wurden schnell behoben. Der erste Auftritt war der Weiße Sonntag 1950.
Dann kam die große Vorbereitung auf die Primiz von Pfarrer Eduard Neckermann am 9. und 10. Juli 1950. Für die Kapelle war dies das bisher größte Ereignis.
Im Herbst 1950 schloss sich die Musikkapelle der Feuerwehr an und war von dort an eine Feuerwehrkapelle mit entsprechender Uniform.
Das nächste große Fest war dann die Traktorsegnung auf Kreisebene am 01.05.1951 in Vilchband. Auch nahm man zum ersten Mal an einem Faschingsumzug teil, bei dem man sich auch dementsprechend verkleidete.
Wie bei jeder Kapelle kamen natürlich auch notgedrungen Wechsel zustande. Die Vereinsführung hatten von 1951 – 1953 im Wechsel Alois und Edwin Baumeister inne.
Nach dem Weggang von Edwin Baumeister 1953 übernahm Alois Baumeister die gesamte Leitung der Kapelle. In den folgenden Jahren geht die Musikkapelle ruhig ihren Weg und spielte weiter auf Festen und kirchlichen Anlässen.
Um die musikalische Leistung zu verbessern, engagierte man 1958 den Musiklehrer Herr Nolding. Für diese Zeit verlegte man die Proben in den Saal des Gasthauses Linde. Herr Nolding führte die Kapelle ein Jahr lang. Ab dem Jahr 1959 übernahm kurzfristig Theo Schlör die musikalische Leitung der Kapelle. Einen neuen Proberaum fand man daraufhin im Pfarrhaus in Vilchband im ehemaligen Arbeitszimmer des Pfarrers. In diesem Jahr wird auch der erste Hammeltanz erwähnt, eine Tradition an der bis heute mit einer Unterbrechung fortgeführt wird.



1960 bildete die Musikkapelle die erste richtige Vorstandschaft, da ein großes Fest vor der Tür stand; das 40-jährige Bestehen der Musikkapelle Vilchband. Erster Vorstand wurde Hans Trunk, Kassierer Ludwig Engert, Dirigent Alois May und Schriftführer Johann Engert. 1965 übernahm den ersten Vorstand Kilian Endres. Ab 1969 übernahm er zusätzlich auch noch das Amt des Dirigenten.
Das Fest fand am letzten Juniwochenende 1960 statt. Unter anderem spielten bei diesem Fest die damals bekannten Pongos aus Oberlauda zum Tanz auf. Vom Festerlös wurde der erste B-Bass und zwei Becken für die große Trommel gekauft.



In diesem Jahrzehnt übernahm 1975 Berthold Dissinger das Amt des Dirigenten von Kilian Endres, der weiterhin 1. Vorstand blieb.
Um die Jahreswende 1970/1971 trennte sich die Musikkapelle von der Feuerwehr und machte sich wieder selbstständig. Nun bestand die Uniform wieder aus schwarzer Hose und weißem Hemd. Außerdem wurde in diesem Jahr erstmals Nachwuchsarbeit im größerem Rahmen betrieben. Es wurden 7 Jungmusiker in die Kapelle integriert. Darunter befand sich auch das erste weibliche Mitglied, Mechthild Markquart.
In den Jahren 1974/1975 wurde der Versuch unternommen, die vier Musikkapellen der Gemeinde zu einem Klangkörper zu vereinigen, um bei entsprechenden Anlässen gemeinsam auftreten zu können. Man probte in der Turnhalle des Kindergartens Wittighausen. Der Versuch scheiterte jedoch sehr bald. Nur die Kapellen aus Unterwittighausen und Vilchband spielten zweimal gemeinsam auf.
Ebenso verschönerte die Kapelle durch den Kauf roter Westen im Jahr 1975 ihr äußeres Erscheinungsbild.
1978 stand eine große Anschaffung an. Man hatte beschlossen sich eine vollständige Uniform zu beschaffen, was auch prompt verwirklicht wurde. Die Musikkapelle zeigte sich nun einheitlich in schwarzer Hose, weißem Hemd mit Trenkerschleife, einer roten Weste und blauer Jacke. Die Präsentation der neuen Uniform erfolgte bei einem Standkonzert am mittleren Dorfbrunnen.


Bereits 1980 übernahm Martin Neckermann das Amt des Vorstandes von Kilian Endres. Ab 1982 übernahm Eugen Endres den Dirigentenposten von Berthold Dissinger. Da Eugen Endres im Jahr 1988 aus Vilchband wegzog, übernahm Martin Neckermann für 2 Jahre auch noch den Dirigentenposten.
Im Jahr 1981 war man in das Schulhaus umgezogen und hatte dort einen idealen Proberaum zur Verfügung. Dies war auch nötig, denn im folgenden Jahr sollten 16 Jungmusiker zur Kapelle dazu kommen. Damit bestand der Verein im Jahr 1982 aus 33 aktiven Musikern bei einer Einwohnerzahl von 300, was wirklich enorm war.
1981 wurde unser Verein ins Vereinsregister eingetragen und hatte somit die Bezeichnung „Musikkapelle Vilchband e.V. 1981″. 1982 fand ein erstes Treffen mit unseren Musikfreunden aus Reichenbach statt. 1984 spielte die MK Vilchband das erste Konzert im Saal des Gasthauses „Zur Linde“.
Im Mai 1986 wurde in der Halle von Ludwig Kemmer das 65-jährige Jubiläum der Kapelle gefeiert, wobei auch die Musikfreunde aus Reichenbach zu Besuch waren.
Nach diesem Fest ging auch ein langgehegter Wunsch der Musikkapelle in Erfüllung. Man konnte sich eine Verstärkeranlage kaufen, so dass jetzt auch bei größeren Festen bzw. in Festzelten gespielt werden konnte. Das Jahr 1987 sollte ein großes Jahr unserer Gemeinde werden. Vilchband feierte vom 4. bis 7. September das 1150-jährige Bestehen der Gemeinde Vilchband. Klar, dass auch die Musikkapelle gefordert war.



1990 übernahm Paul Thimm das Amt des 1. Dirigenten von Martin Neckermann. Im Jahr 1991 feierte man in der Halle von Ludwig Kemmer das 70-jährige Vereinsjubiläum, das ein guter Erfolg wurde. Für dieses Fest nahm man dieses Bild auf.
Die 90er Jahre waren geprägt von Stimmungs- und Unterhaltungsmusik. Es fanden noch sehr viele Feste statt, bei denen auch Dorfkapellen wie Vilchband abends zum Tanz aufspielten.
1992 unternahm man wohl den größten Ausflug in der Geschichte der Musikkapelle; eine 3-tägige Minikreuzfahrt nach Schweden, über Hamburg, Kiel und Göteborg. Ein unvergessliches Erlebnis. 1993 zog man in den neuen Proberaum im neu renovierten Pfarrhaus in dem auch heute noch alle Proben stattfinden.
1996 feierte die Musikkapelle ihr 75-jähriges Bestehen. Das erfolgte durch ein Oster-Jubiläumskonzert und ein Musikfest vom 6. bis zum 9. September.




Diese 10 Jahre waren geprägt von Wechsel des 1. Vorsitzenden und mehreren Dirigenten. Noch in 2000 gab Martin Neckermann sein Amt des 1. Vorsitzenden an Heinz Weber ab. Paul Thimm gab den Dirigentenstab an Franz Josef Graf weiter.
2005 übernahm dann Mareike Wütscher als erste weibliche Dirigentin das Amt des ersten Dirigenten/in. Sie war 2006 maßgeblich an der Gründung der Bläserjugend Wittighausen e.V. verantwortlich, in der sich alle 4 Musikvereine der Gemeinde (Poppenhausen, Oberwittighausen, Unterwittighausen und Vilchband) entschlossen, die Ausbildung der Musiker zu bündeln.
Im Jahr 2000 legte sich die MK eine komplett neue Uniform zu, da die alte nach 20 Jahren nicht mehr aktuell war. Die erste Präsentation fand beim Augustinerfest in Messelhausen statt.
2001 fand das erste Probewochenende der MK Vilchband in Aub statt. Ab 2004 wurden nun durchgehend Probewochenenden vor den Konzerten abgehalten. 2001 wurde auch noch das 80-jährige Gründungsfest groß gefeiert, bei dem dieses Bild entstand.
2004 fand das erste Konzert in der Grundschule in Unterwittighausen statt, da aus akustischen Gründen die Theaterhalle in der man zuvor zwei Konzerte abhielt, nicht optimal war.
2006 feierte man bei einem großen Zeltfest das 85-jährige Bestehen der MK Vilchband.
Musikalisch änderte sich dieses Jahrzehnt deutlich von denen der 90er Jahre. Die Feste wurden immer weniger, auf denen man als Dorfkapelle einen ganzen Abend zur Stimmung und Tanz aufspielen konnte. Dafür haben sich die Konzerte etabliert, bei denen sich die Musikkapelle durch ihre doch enorme Größe an Stücke wie „Tanz der Vampire“, „Pirates of the Caribbean“, Moment for Morricone“, „Herr der Ringe“ oder den „Kaiserwalzer“ herantraute.
Die Böhmische Blasmusik wurde wichtigster Bestandteil der Auftritte bei den Festen und hier wurde auch nur das Beste gespielt, das angesagt war.
2007, 2009 und 2012 nahm man wieder an Wertungsspielen teil, bei denen man mit gutem Erfolg abschloss. Hier machten wir eine Pause seit 1936.
Die Teilnahme am Schäferlauf in Markgröningen war ein absolutes Highlight im Jahr 2003, was man 2005, 2007, 2009, 2011 und 2013 wiederholte.
2008 und 2009 veranstaltete der Musikverein einen „Fränkisch-Böhmischen Abend“ durch. bei dem man sich mit einer kleinen Besetzung an echte fränkische Musik heranwagte.
2009 begannen auch die Promenadenkonzerte in „Bad Mergentheim“ die ab diesen Zeitpunkt fast jährlich durchgeführt wurden und bei den Musikern und Zuschauern sehr beliebt sind.




Was den ersten Vorsitzenden anbelangte, war dieses Jahrzehnt sehr stabil und wurde vollständig von Heinz Weber abgedeckt. Bei den Dirigenten verließ die Kapelle 2013 Mareike Wütscher. Ihr folgte von 2013 bis 2017 Reiner Rödiger, 2017 bis 2018 Paul Thimm, 2018 bis 2020 Bernhard Reußner und ab 2020 Luisa Thimm.
2011 feierte man vom 27.5 – 30.5.2011 mit großem Erfolg das 90-jährige Bestehen in der Maschinenhalle von Josef Maag.
2013 nahm man zum letzten Mal am Schäferlauf in Markgrönningen teil.
2014 fand neben einem sehr guten Konzert noch ein mehrtägiger Ausflug ins Ötztal statt, bei dem bei einer Raftingtour und einer Höhlenbegehung kein Musiker trocken blieb.
2016 feierte man vom 17.6. – 20.6. das 95-jährige Bestehen der MK in der Halle Maag, vor der man noch ein größeres Anbauzelt stellte. Auch dieses Fest verlief wieder sehr gut und verschaffte dem Verein wieder einen finanziellen Spielraum für die nächsten Jahre.
2017 bis 2019 konnten immer alle Konzerte, Auftritte und Probewochenenden durchgezogen werden, was ja für so ein kleines Dorf wie wir es sind, auch nicht selbstverständlich ist.
2019 plante man als neues Highlight ein „Vilchband OpenSky“. Eine DJ-Party auf dem Sportplatz. Diese musste wegen einer Unwetterwarnung 2 Stunden vor Beginn abgesagt werden. Die Absage von einem Fest kam in Vilchband noch nie vor. Ebenfalls musste ein geplanter Ausflug wegen schlechten Wetter abgesagt werden und auch der obligatorische Auftritt beim Weihnachtsmarkt in Unterwittighausen fiel ins Wasser. Trotz dieser Ausfälle fanden wieder ein gutes Frühjahrskonzert und ein Wandelhallenkonzert statt.
Zur Vorbereitung auf das große geplante 100-jährige Gründungsfest im Jahr 2021 entstand dieses Bild.
2020 ging in die Geschichte aller Vereine ein. Ab 15. März ging Deutschland wegen der weltweiten Corona-Pandemie in den Lock-Down. Von da an bis Ende des Jahres und darüber hinaus konnten wir nicht mehr in unserem Proberaum proben. Erst Mitte Juni konnten wieder Proben im Freien stattfinden. Am 13.09.2020 konnte als einziges ein Frühschoppenkonzert im Pfarrgarten unter freiem Himmel bei perfektem Wetter stattfinden. Außer der musikalischen – Umrahmung von 5 Gottesdiensten und einer Beerdigung gab es keine öffentlichen Auftritte mehr. Ab 1. November mussten bis Jahresende und darüber hinaus wieder alle Proben eingestellt werden.



Auch im Jahr 2021 war noch immer nicht alles wieder beim Alten. Dies führte dazu, dass das geplante 100-jährige Gründungsfest auf 2022 verschoben werden musste, in der Hoffnung es dann auch wirklich halten zu können. Auch die geplanten Konzerte im Frühjahr und Herbst mussten wieder ausfallen. Durch das vom Main-Tauber-Kreis organisierte Projekt „Auf!takt Tauberfranken“ hatte die Kapelle aber immerhin die Chance in der Tauberphilharmonie in Weikersheim einen Auftritt zu spielen.
Im Frühjahr 2022 wurde ein Projektwochenende zur Pandemiebewältigung auf Burg Rothenfels abgehalten. Dies diente dazu, um nach den vergangenen 2 Jahren mit kaum Aktivitäten als Kapelle wieder zusammenzuwachsen und die musikalischen Fähigkeiten sowie das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Kurze Zeit später wurde der Verein vom plötzlichen Tod von Paul Thimm überrumpelt. Er war bis zuletzt eine prägende Figur in der Kapelle. Unter anderem war er viele Jahre als 1. Und 2. Dirigent tätig, spielte mit Flügelhorn, Trompete und Tuba verschiedene Instrumente und war maßgeblich an der Aktualisierung dieser Chronik beteiligt.
Nachdem sich die Corona-Situation im Sommer deutlich entspannte, konnten wieder mehr Auftritte gehalten werden. Außerdem wurde voller Ehrgeiz die Planung für das Jubiläumsfest vorangetrieben, um im September das 100-jährige Bestehen der Kapelle gebührend feiern zu können.
Die Kapelle besteht derzeit aus 37 aktiven Musikern, sowie 8 Kindern und Jugendlichen in der Ausbildung.
Mit Stolz kann die Musikkapelle auf so eine lange und lückenlose Musikgeschichte zurückblicken, was bei einem 300-Seelen-Dorf keine Selbstverständlichkeit ist. Die Organisation eines solchen Vereines ist nicht einfach und Bedarf auch über schwierige Zeiten mit Meinungsverschiedenheiten, Enttäuschungen und Ärger hinweg zu kommen. Das ist bis zum heutigen Tag allen Verantwortlichen und Musikern gelungen, wodurch ihnen ein großes Dankeschön gebührt. Lohn dafür sind die vielen schönen gemeinsamen Erlebnisse mit viel Musik, tollen Festen und freundschaftlichen Begegnungen, die man nicht mehr vergessen wird.
Gleichzeitig erfüllte man als Verein den Auftrag als Kulturträger in der Gemeinde, durch die Pflege und Erhaltung der Blasmusik, durch gezielte Jugendarbeit und das Gestalten und die Mitwirkung bei kirchlichen und öffentlichen Anlässen.
